Lass deinen Struggle nicht zu deiner Identität werden.

Aktualisiert: vor 2 Tagen




Eigentlich müßte ich als Mindful Leadership- und Stressmanagement-Coach und Teamcoach diese Zeit der Veränderung und Unsicherheit doch easy handeln. Kühler Kopf, die Chancen der Krise nutzen, handeln, nach vorne schauen, auf meine Kunden und neue Unternehmen zugehen.

Denn genau meine Kompetenzen, mein Wissen, meine Erfahrungen sind jetzt gefragt und können Teams und Unternehmen helfen. Sie können helfen, gut mit der aktuellen Situation umzugehen, handlungsfähig zu bleiben und die Chancen der Krise und Veränderung zu nutzen.


Die Krise als Chance sehen. Genau meine Zeit.

Ich hatte auch viele Ideen und Gedanken, habe viel zu Papier gebracht. War von morgens bis abends mit meinen Gedanken und Ideen beschäftigt. Habe Coachings und Trainings digitalisiert. Aber habe ich die Chancen genutzt? Habe ich das volle Potential genutzt? Nein.


Ja, auch ich war gestresst. Ja, es war gut so.

Irgendwas hat mich blockiert. Irgendwas hat mich nicht so handeln lassen, wie ich es von mir kenne und erwarte.

Ich war gestresst, kopflos, strukturlos und ab und an verzweifelt. Das hat mich noch mehr gestresst.

Dann habe ich mich zurückbesinnt auf meine Kompetenzen, die Tools und Methoden, die ich in Trainings und Coachings einsetze und auf mein Wissen. Habe mich quasi selber „gecoacht“ und mich zu dem vorgearbeitet, was wirklich in mir los war.


Was in mir los war und wie ich damit umgegangen bin:


1. Hinschauen und Ja sagen, Zeit geben - zu allen Gedanken, Gefühle, Emotionen. Jetzt wird es sehr ehrlich. Das war das Ergebnis.

Diese Gedanken, Sorgen, Ängste haben mich beschäftigt:

  • Wie soll ich mit der Situation umgehen? Was ist richtig, was ist falsch?

  • Kann ich Geld für meine Unterstützung nehmen? Irgendwie fühlt es sich nicht gut an.

  • Plötzlich gibt es viele Experten am Markt (Unternehmen, Trainer, Coaches und Berater), die Artikel, Webinare, Online-Angebote zu „Remote Teamwork“, Mental Health im Homeoffice veröffentlichen. Fühlt sich nicht gut an. Die Krise als Chance nutzen?

  • Soll ich meinen Kunden die digitale Durchführung der Workshops und Trainings empfehlen oder nicht? Was macht Sinn, was nicht? Welche Empfehlung gebe ich aus Angst vor finanziellen Verlusten?

  • Darf ich überhaupt gestresst sein? Darf ich mir Sorgen machen? Denn ich habe einen finanziellen Puffer und ich bin doch Mindful Leadership- und Stressmanagement-Trainerin.

  • Kann ich überhaupt selbständig sein, wenn ich in dieser Situation nicht innerhalb von ein paar Tagen den Umsatz meines Lebens mache? Die Chancen der Krise nutzen.

  • Wie lange bleibt die Situation so?

  • Viele Freunde und Kunden sind gestresst, weil sie von morgens bis Abends in Videokonferenzen sind. Ist ihre Arbeit wichtiger? Werden meine Kompetenzen überhaupt gebraucht.

Als ich mir Zeit für meine Gedanken und Sorgen genommen habe, habe ich verstanden, ich bin irgendwo zwischen Schock, Widerstand, Angst.

Habe versucht die Emotionen wegzuschieben und sie damit lauter werden lassen.

Ich brauchte Zeit, Pause und die Akzeptanz, dass die Gedanken und Emotionen da sind. Und erst dann konnte ich wieder handeln.


2. Struktur zurück holen / Pausen schaffen Als Selbständige kenne ich es im Homeoffice zu arbeiten. Ich weiss, dass es Struktur braucht, geplante Pausen und Auszeiten vom Job. Ich habe die Struktur verloren. Ich habe sie mir zurückgeholt. Habe Abstand und Pausen von den Themen der Corona-Veränderung und dem Job geschaffen. Das hat mir die Energie zurückgegeben, klar zu denken und zu handeln.


3. Der Plan Ich habe für mich herausgearbeitet, was ich beeinflussen kann und was nicht.

Welche Schritte / Maßnahmen ich ergreife und viel wichtiger, welche nicht. Ich habe dadurch Klarheit, Gelassenheit und mein Selbstvertrauen wiedergewonnen.

Ich habe vor allem verstanden, dass ich nicht die einzige bin, der es so ging und geht, die / der so fühlt.

Heute beim Schreiben dieses Blogartikels bin ich dankbar über die Berg-und Talfahrt der letzten Wochen. Denn diese Erfahrung hat mich näher an meine Kunden (Teams und Führungskräfte) gebracht. An ihre Sorgen, Ängste, Herausforderungen, die während der aktuellen Corona-Krise da sind, aber auch ausserhalb jeder Krisenzeit. Denn wir leben in einer schnellen Zeit der Veränderung.



JobLoveAffair-Blog

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