FuckUp Meditation

Aktualisiert: 17. Dez 2019


Check-In: Bevor du mit dem Lesen startest. Nimm dir einen kurzen Moment und reflektiere das Thema dieses Beitrags. Welche Gedanken, Fragen und Erfahrungen fallen dir ein.

Wenn du in der Bahn sitzt, im Auto, auf dem Fahrrad oder gerade zu Fuß unterwegs bist, könnte es jetzt unangenehm werden. Du mußt nämlich gleich deine Hand heben. Wieso?

In diesen Beitrag geht es um die Frage, wie dir eine FuckUp Night zu mehr Liebe zum Job verhelfen kann.

Wahrscheinlich etwas anders, als du jetzt gerade denkst.


Zurück zu deiner Hand.

Ich möchte dich bitten, deine Hand zu heben, wenn du dir schon einmal Vorwürfe gemacht hast, dir Schuld gegeben hast oder dich schlecht gefühlt hast, wenn ein Projekt, Pitch, eine Präsentation, ein Angebot oder ein Meeting mit dem Auftraggeber oder ein Feedbackgespräch, für die du verantwortlich warst, nicht so optimal gelaufen sind.

Um es deutlicher zu sagen, richtig verpatzt wurden. Die Gründe sind erstmal egal.

Ich denke, jeder kennt solche Situationen. Und jeder kennt auch die emotionale und gedankliche Achterbahnfahrt, die danach folgt.

Insgeheim machen wir uns Vorwürfe, nach Aussen tun wir cool. Wir finden viele Gründe, die verantwortlich sind. Meistens gehören wir nicht dazu. Gründe sind eher, Zeitmangel, fehlende Kompetenz beim Kunden, Kollegen, Dienstleister oder bei dem Vorgesetzten.

Insgeheim wissen wir, dass wir nicht gut waren, es verpatzt haben.

Das Gefühl versuchen wir aber wegzuschieben. Wir finden dafür noch mehr Gründe bei anderen.

Dieses Schuldgefühl tragen wir sehr lange mit uns rum. Ab und an ploppt es sehr unverhofft in unseren Kopf. Meistens dann, wenn wir uns an eine neue Aufgabe machen, einschlafen wollen oder ein wichtiges Gespräch oder Meeting vor uns haben.

Je mehr wir das Schuldgefühl wegschieben, desto lauter ruft es „Hallo“.

Ihr könnt die Hand wieder runternehmen.


Aber was hat das mit einer „FuckUp-Night“ zu tun?

Die FuckUp Nights sind ein Event-Format. Unternehmen, StartUps und Selbständige berichten von Ihren FuckUps. Sie berichten, wie sie mit Ihnen umgegangen sind und was sie gelernt haben.

Ein paar Freunde unterhielten sich über ihre unternehmerischen Erfahrungen, positiv wie negativ. Und waren sich einig, dass die Erfahrung vom Scheitern nicht nur für sie selbst hilfreich sein kann, sondern eine Bühne braucht. Geboren war die Fuckup Night.


Die Idee der FuckUp Nights hat aus meiner Sicht 4 entscheidende Vorteile:

  • So lange du das Schuldgefühl mitschleppst, stresst es dich. Stresst blockiert dein Denken. Wenn du über deinen FuckUp lachen kannst, kannst du das Schuldgefühl loslassen und hast wieder Platz im Kopf für neue Ideen und Aufgaben.

  • Wenn wir den „FuckUp“ akzeptieren, können wir aus ihm Lernen und durch die Learnings wachsen und wahrscheinlich eine bessere Lösung finden. Fehltritte sind nicht nur schlecht, sondern bedeuten oft auch Fortschritt. Wir lernen, dass es ok und normal ist, Fehler zu machen. Beim nächsten Mal ist es nicht mehr so schlimm.

  • Wenn wir über unsere Fehler berichten, zeigen wir unseren Kollegen, dass es nicht schlimm ist, Fehler zu machen. Wir zeigen, dass es wichtig ist, darüber zu reden und daraus zu lernen. Das stärkt das Miteinander im Team.

Die Veranstalter der FuckUp Nights haben ein „FuckUp“-Buch herausgebracht. Ein Leitfaden, der dir hilft, gelassener mit „deinen Fehlern“ umzugehen.

Punkt 14 in dem Buch ist: Laugh at your failures and share them with the world.

Also, steht auf, geht auf die Bühne für mehr Trial and error, ausprobieren und Fortschritt.


Auf die Bühne gehen und vor einer Gruppe von Menschen zu stehen, ist eine der größten Ängste der Menschen.

Deshalb habe ich dir heute die „FuckUp-Meditation“ mitgebracht. Sie hilft dir, erst einmal für dich selber, deine "Fehler" zu reflektieren und anzuerkennen.

Die kannst sie in der Bahn machen oder am Schreibtisch.

Wenn das deine erste Meditation ist oder du Meditationsanfänger bist, empfehle ich, die Meditation an einem ruhigen Ort zu machen. Vielleicht heute Abend vor dem Schlafen gehen oder morgen früh vor dem Aufstehen.



Du kannst die Meditation immer dann einsetzen, wenn du denkst „Fuck“.

Aber, erzähle auch anderen von den Fehlern, die du gemacht hast. Teile deine Learnings. Du wirst sehen, andere haben die gleichen Fehler gemacht. Sie haben ihre Learnings gezogen.


Mir ist gerade etwas aufgefallen:

Setzt man die Anfangsbuchstaben von FuckUpNights zusammen, ergibt es das Wort FUN. Das kann kein Zufall sein.

Wer die ersten beiden Beiträge des Blogs gelesen hat, weiss, dass ich total auf Mindfulness stehe und setze.

Die 4. Stufe der Achtsamkeit heisst „Annehmen, was ist.“ Und genau darum geht es.


Mit etwas Abstand betrachtet, ist ein Fehler erst einmal ein Ereignis. Denn ein Fehler ist so lange ein Ereignis, bis du es Fehler nennst.


In diesem Sinne. „Why not change from dislike to love our jobs?“ Have FUN.


Check-Out: Nimm dir einen kurzen Moment und reflektiere deine Learnings aus dem Blogbeitrag und überlege, welches konkrete To Do du direkt heute umsetzen kannst.

Links aus dem Beitrag:

FuckUp-Nights: fuckupnights.com/ FuckUp-Buch: fuckupnights.com/blog/fuckup-book/


JobLoveAffair-Blog

#whynotchangefromdisliketolove

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